Beyond the like #4: Starke Profile: Was wir uns von großen Accounts abschauen können!
Darf ich dir was verraten? Viele unserer Tipps in den letzten Newslettern zu Unternehmens-Accounts oder zur Zeitersparnis sind gar nicht so krass 🫥 Um es konkreter zu machen:
Nur weil du ab sofort maximal 5 Menschen verlinkst oder immer zwei Fotos nimmst, um 14% mehr Reichweite zu bekommen, ändert sich nichts. Dein Post ist der gleiche. Und um es noch etwas härter zu formulieren: er kommt immer noch gleich "schlecht" bei deiner Zielgruppe an.
Heute möchte ich dir die echten Hebel für Reichweite zeigen! Ich verrate dir, was wir bei großen Accounts anwenden und du dir bei bekannten Social Leadern abschauen kannst! Das coole: Katharina Reuter hat uns etwas über ihre LinkedIn-Arbeit erzählt und ein paar Einblicke gegeben. Bevor wir dazu kommen: unsere Tricks!
50% deiner Post-Reichweite ist bereits entschieden. Sie hängt davon ab, wie gut LinkedIn dich und dein Thema einordnen kann. ...und ob du diesem Bild auch entsprichst. Die Zahl macht deutlich, dass Erfolg mehr ist als "Einfach drauf los tippen". Gute, reichweitenstarke Posts profitieren von guter Beratung und einer klaren Strategie.
Damit du die Reichweite deiner Inhalte nicht mehr dem Zufall überlassen oder Onkel Doktor oben vertrauen musst, hier zwei Tipps und die zugehörigen Hausaufgaben:
#1 Konsistenz ist key!
Egal, an welche Person mit Reichweite wir denken: Große Accounts zeichnet aus, dass wir immer wissen, was wir bekommen. Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis eines klaren Prozesses!
Kennst du das Ikigai-Modell? Starten wir bei Marziplan mit Kunden, habe ich immer drei Kreise im Sinn: Zielgruppe, Organisation und Person. Wir erarbeiten in einem Workshop, a) was die Zielgruppe gerne liest, b) welche Themen die Organisation besetzen möchte und zuletzt, c) was die Person auszeichnet: Hobbies, Persönlichkeit, Kernthemen, Wünsche.
Die Schnittmenge dieser Kreise ist das, was wir als "Dach" verstehen und was wir nutzen, um Themen und Contentmix für LinkedIn zu erarbeiten. Jeder Post ordnet sich unter dieses Dach. Passt ein Post nicht darunter, wird er passend gemacht, um auf die Wünsche von Person, Zielgruppe und Organisation einzuzahlen.
- ➡️ Hausaufgabe 1: Durchlaufe gedanklich den Prozess und überlege dir mal, was in diesen drei Kreisen stehen könnte. Natürlich kann ich dich auch in 2-3 Stunden dadurch leiten ✌️
- ➡️ Hausaufgabe 2: Erarbeite dann einen kurzen Text, der sagt, wer du bist, was du gerne machst und womit du andere unterstützt. Den packst du bei LinkedIn in deine "Info". Das spannende hier: Ja, den lesen Menschen. Vor allem aber liest den der Algo - der darf also auch die volle Zeichenzahl ausfüllen und alle Keywords enthalten.
- ➡️ Hausaufgabe 3: Konsistenz entsteht, wenn zwei weitere Dinge gegeben sind: A) Du postest nur noch Sachen, die unter dieses Dach (und zu deinem Text) passen und B) du beginnst, mit Inhalten, die unter ähnlichen thematischen Dächern stehen, zu interagieren. Probier's mal aus!
- ➡️ Hausaufgabe 4: Damit LinkedIn noch schneller lernt, wer du bist, was du machst und mit welchen Themen du unterwegs bist, kannst du auch aktive Feedpflege betreiben. Wann immer du bei Menschen oder Posts denkst "Warum zum Teufel wird mir DAS angezeigt?", klicke die drei Punkte und auf "entfolgen" oder "nicht interessiert".
#2 Besetze ein Thema - nicht jeden Trend!
Ein guter Freund sagte mal "Wenn es dir schon lange aus den Ohren quillt, fängt deine Zielgruppe gerade an, es zu verstehen!" 😣 Ist nicht ganz das, was ich vermitteln möchte, aber die Grundaussage ist korrekt: es ist okay und sogar notwendig, die gleichen Botschaften wiederholt zu bringen! Was ich dir versprechen kann: du kannst damit Reichweite erzeugen, Kund:innen gewinnen und Spaß haben! Es gibt zwei Tricks:
☝️ Das "Dach", was wir eben gebaut haben, hat eine Farbe. Du kannst dir jedes Thema wählen, was dir in den Sinn kommt. Deine Aufgabe ist es nur, es in der Farbe deines Dachs "anzupinseln". Mach das Thema zu deinem Thema und hebe das, was dich daran begeistert hat, hervor!
✌️ Gerade die Details, die Feinheiten deiner Arbeit und das, was nur du siehst, interessiert die Menschen. Jedes Sterne-Restaurant teilt auf Insta, wie sie Möhren schneiden. Jede Künstlerin zeigt, wie sie Farben mischt oder Tape klebt. Während wir früher das Gemälde kauften, ist es mittlerweile der Prozess, der uns begeistert. Das haben große Accounts begriffen!
Während wir mit KI und wenig Zeit versuchen, hoch performante Posts zu schreiben (und kläglich scheitern), machen gute Creator genau das Gegenteil: sie teilen mit wenig Zeit kurze Einblicke. Das Ergebnis: maximale Authentizität und hohe Reichweite.
Meine zwei Hausaufgaben an dich:
- ➡️ Hausaufgabe 1: Setze deine Meinung mal in das Zentrum deines nächsten Posts. Nimm dir ein aktuelles Thema, erinnere dich an die letzte Diskussion und schreib darüber, dass du anderer Meinung bist. Wichtig: Frag am Ende die Lesenden, was sie dazu denken! Verlinke mich gerne! Ich mache gerne mit und sehe auch gerne, wie du das anwendest.
- ➡️ Hausaufgabe 2: Weil es ja immer heißt, auf LinkedIn teilen alle nur ihre Erfolge: lass es uns doch mal anders machen! Beschreibe in einem Post mal dein Projekt, den aktuellen Prozessschritt und eine Frage oder Herausforderung. Also ganz bewusst nicht das Ergebnis! Animiere dein Netzwerk, dir einen Impuls oder Tipp zu geben. Klappt erstaunlich gut!
Wenn du noch etwas Inspiration suchst, wirst du z.B. bei Cawa Younosi fündig - etwa in diesem Post. Und es gibt noch einen anderen Account, den wir gerne lesen und das bisher gesagte gut beobachten können: den von Katharina Reuter 👇
Was zeichnet eine laute Stimme auf LinkedIn aus?
Katharina Reuter hat knapp 23.000 Follower:innen, bekommt regelmäßig hunderte Likes und Kommentare auf ihre Posts und viel wichtiger: Sie schafft es auch, ihre Sichtbarkeit zu konvertieren! Katharina spricht auf Events, der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft (BNW) hat sich zu beachtlicher Größe entwickelt und auch im TV sehen wir Katharina immer häufiger! "Was ist ihr Geheimnis? Was ist ihre Strategie?" haben wir uns gefragt. Und dann einfach sie gefragt! 👇
Muss man eigentlich regelmäßig posten?
Nein! Katharina postet, wenn es passt - das können 3 Posts wöchentlich oder auch mal zwei Wochen Ruhe sein. Was Katharina aber wirklich sehr regelmäßig macht, ist Kommentieren! "Ich verbringe schon viel Zeit auf LinkedIn.", sagt sie, "Um Updates aus dem Netzwerk mitzubekommen und auch, um zu lesen, was die Wirtschaft umtreibt. Und wenn ich etwas lese, wozu ich eine klare Meinung habe, teile ich die auch mit."
Musst du manchmal überlegen, was du schreibst?
"Ich poste am liebsten aus einem akuten Impuls heraus. Aber klar, manchmal möchte ich auch Projekte oder Veranstaltungen featuren - und da überlege ich dann, was ein sinnvoller inhaltlicher Einstieg ist", sagt sie. Und das lesen wir bei Katharina Reuter auch:
👉 klare Meinungen, Kanten und Überzeugung. Ihre stärksten Posts sind die, in denen sie Statements von Unternehmer: oder Politiker:innen einordnet. Und dafür viel positive Resonanz und Reichweite bekommt.
Wie schafft ihr es, dass euer Unternehmensaccount so gut läuft?
Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft (BNW) nimmt hier natürlich eine besondere Rolle als Verband ein: er informiert, teilt Perspektiven, beleuchtet Inhalte und hat sich schon lange zu einer relevanten Größe entwickelt. Katharina beschreibt, was noch hilft:
"Wir haben ein super ÖA-Team und grundsätzlich sind auch weitere Kolleg:innen motiviert, unsere Themen nach außen zu tragen. Das ist toll! Sie schreiben selbst Posts und kommentieren, was der BNW veröffentlicht, wenn sie dazu Lust und Zeit haben."
Nicht zuletzt sind es aber auch die anschlussfähigen Inhalte und das breite Netzwerk, mit dem der BNW arbeitet. Hierzu sagte Katharina: "Die BNW Mitglieder sind einfach der Hammer und unglaublich wichtig! Unser Netzwerk teilt und kommentiert fleißig. Wir merken aber auch, dass die permanente Auseinandersetzung mit der Frage wichtig ist, was wir unseren Mitgliedern und Follower:innen bieten können".
Kannst du uns noch was zum Followerwachstum sagen und welche Rolle LinkedIn beim Netzwerken spielt?
Laut Katharina kommen auf ihrem Profil monatlich 200 Follower:innen dazu und die Zahl korreliert stark mit der Anzahl an Posts. Katharina sagt, dass die "besondere Art des Auftretens auf LinkedIn" dazu beiträgt, dass der Verband "authentisch und nahbar" bleibt. Wir können nur sagen, dass das genauso auch für ihren Account gilt!
Unsere Empfehlung: Folge Katharina und schaue dir auch viel ab für deine eigene Kommunikation. LinkedIn ist voller guter Beispiele, denen wir in jedem Newsletter auch immer eine eigene Kategorie widmen - die nächste!
Darf ich euch was verraten? Man kann viele Gründe anführen, warum dieser Newsletter hier sinnvoll ist. Etwa 96% der Freude daran ziehe ich aus dieser Rubrik. Heute ist sie noch mal auf eine neue Art besonders!
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